Handchirurgie bei Dr. Spiegl

Behandlung von Nerven-, Sehnen- und Bindegewebserkrankungen der Hand in Salzburg und im Tullnerfeld

Anders als die ästhetischen Eingriffe sind handchirurgische Behandlungen medizinisch indiziert: sie stellen Funktion wieder her. Nervenengpässe wie das Karpaltunnel- oder das Kubitaltunnelsyndrom und Sehnen- beziehungsweise Bindegewebserkrankungen wie der schnellende Finger oder der Morbus Dupuytren führen unbehandelt zu Kraftverlust, bleibenden Nervenschäden oder dauerhaften Beugekontrakturen – der Zeitpunkt der Behandlung entscheidet daher mit über das Ergebnis. Dr. Matthias Spiegl ist Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie mit langjähriger Erfahrung in der Hand- und Mikrochirurgie. Ein großer Teil dieser Eingriffe erfolgt ambulant in örtlicher Betäubung oder Regionalanästhesie und dauert zwischen zwanzig Minuten und einer Stunde. Beim Karpaltunnelsyndrom und beim schnellenden Finger steht zudem ein ultraschallgesteuertes, nahezu schnittfreies Verfahren zur Verfügung. Die folgende Übersicht stellt die behandelten Krankheitsbilder kurz vor – über die jeweilige Detailseite gelangen Sie zu Diagnostik, Technik, Nachsorge und Kosten.

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Karpaltunnelsyndrom

Beim Karpaltunnelsyndrom wird der Nervus medianus im Handgelenk eingeengt. Typisch sind Kribbeln, Taubheitsgefühl und Schmerzen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger, besonders nachts; im fortgeschrittenen Stadium kommen Kraftverlust und ein Rückgang der Daumenballenmuskulatur hinzu. Nachtschiene und Infiltration bessern die Beschwerden meist nur vorübergehend, weshalb in den meisten Fällen die Durchtrennung des Karpalbandes empfohlen wird – bevorzugt ultraschallgesteuert und nahezu ohne Hautschnitt, andernfalls in Mini-Open-Technik über etwa zweieinhalb Zentimeter. Der Eingriff dauert zwanzig bis dreißig Minuten in örtlicher Infiltrationsanästhesie und erfolgt ambulant; der Fadenzug ist nach zehn bis vierzehn Tagen fällig, die vollständige Erholung des Nervs kann hingegen ein Jahr oder länger dauern.

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Schnellender Finger

Beim schnellenden Finger (Tendovaginitis stenosans) gleitet die Beugesehne nicht mehr frei durch ihre Sehnenscheide, meist aufgrund einer Engstelle am Ringband A1. Die Bewegung hakt und schnappt, in fortgeschrittenen Fällen bleibt der Finger in Beugestellung blockiert; betroffen sind überwiegend Daumen, Mittel- und Ringfinger. Zunächst wird konservativ behandelt – Ruhigstellung, Injektionen, entzündungshemmende Maßnahmen –, bleibt der Erfolg aus oder besteht eine dauerhafte Blockade, wird das Ringband gezielt durchtrennt, vielfach ultraschallgestützt und minimalinvasiv, alternativ offen mit einer Narbe von etwa eineinhalb Zentimetern. Der Eingriff dauert zwanzig bis dreißig Minuten in örtlicher Betäubung; das Schnappen verschwindet meist unmittelbar, die volle Belastbarkeit ist nach zwei bis drei Wochen gegeben.

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Morbus Dupuytren

Der Morbus Dupuytren ist eine gutartige, nicht entzündliche Bindegewebserkrankung der Handinnenfläche: unter der Haut bilden sich Knoten und Stränge, die die Finger – am häufigsten Ring- und Kleinfinger – dauerhaft in Beugestellung ziehen können. Die Erkrankung verläuft meist langsam, in der Geschwindigkeit aber kaum vorhersehbar; unbehandelt führt sie zu bleibenden Beugekontrakturen. Operativ kommen die selektive Fasziektomie, bei der nur die betroffenen Bindegewebsanteile unter Schonung gesunder Strukturen entfernt werden, und die partielle Fasziektomie zur Entlastung einzelner Fingersegmente infrage; in ausgewählten Fällen ist ein minimalinvasiver Zugang möglich. Der Eingriff dauert 45 bis 60 Minuten in Regionalanästhesie (Armplexus) oder Vollnarkose; Physio- oder Ergotherapie beginnt ab der ersten bis zweiten Woche und ist für das Ergebnis wesentlich.

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Kubitaltunnelsyndrom

Das Kubitaltunnelsyndrom, auch Sulcus-ulnaris-Syndrom genannt, ist nach dem Karpaltunnelsyndrom die zweithäufigste Nervenengpasserkrankung der oberen Extremität: der Nervus ulnaris wird am Ellenbogen eingeengt. Typisch sind Kribbeln oder Taubheit in Ring- und Kleinfinger, ein Schwächegefühl der Hand und Unsicherheit beim Greifen oder Tippen; in fortgeschrittenen Fällen bildet sich die Handmuskulatur zurück. Je nach Befund wird der Nerv durch eine Neurolyse vom einengenden Gewebe befreit oder – bei starker Einengung oder Instabilität – nach vorne verlagert. Der Eingriff dauert etwa eine Stunde in Regionalanästhesie, wahlweise mit Dämmerschlaf oder in Vollnarkose; da Nerven nur langsam regenerieren, zeigt sich das Endergebnis erst nach sechs bis zwölf Monaten.

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Überbein (Ganglion)

Das Überbein (Ganglion) ist eine gutartige, flüssigkeitsgefüllte Zyste in der Nähe von Gelenken oder Sehnenscheiden, am häufigsten am Handgelenk, an den Fingern oder am Fußrücken. Da der Befund gutartig ist, ist eine Operation nicht zwingend erforderlich: empfohlen wird sie bei Schmerzen, Bewegungseinschränkung, wiederkehrender Schwellung oder wenn die Ursache der Schwellung unklar ist. Entscheidend für die Dauerhaftigkeit des Ergebnisses ist die Entfernung samt Stiel und Verbindung zur Gelenkkapsel beziehungsweise Sehnenscheide – bei bloßer Punktion oder unvollständig entferntem Stiel steigt das Rezidivrisiko deutlich. Der Zugang erfolgt über einen kleinen, präzisen Hautschnitt, der Eingriff dauert etwa 30 bis 60 Minuten in Regionalanästhesie oder Vollnarkose und wird ambulant durchgeführt.

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